Eine ziemlich simple Art, sich sportlich zu betätigen und wunderschöne Orte vom See aus zu erreichen, ist das Stand-up-Paddling. Da man heute ja keine Wörter mehr voll ausspricht, wird es vielerorts auch als “SUPen” bezeichnet. Naja..
Eigentlich ist es die ursprünglichste Art, sich auf einem flachen Gewässer fortzubewegen: Man stellt sich auf einen Schwimmkörper und paddelt, um voranzukommen. Die Kunst dabei ist, das Gleichgewicht zu halten und nicht baden zu gehen. Bei den Temperaturen im August am Attersee war es jedoch kein allzu großer Fehler, eine Abkühlung im See zu genießen.
Als Stand-up-Paddler benötigt man ein Windsurfboard oder ein Longboard aus der Sportart Wellenreiten sowie ein Paddel mit langem Stil. Idealerweise nutzt man dazu ein doppelseitiges Paddel vom Kajakfahren oder spezielle SUP-Paddel, die sich durch einen besonders langen Stiel auszeichnen. Man klettert etwa bis zum Schwerpunkt des Surfboards und paddelt abwechselnd links und rechts, um vorwärtszukommen. Vor allem bei Anfängern ist es wichtig, das lange Paddel öfter als Gleichgewichtsstange zu verwenden.
Fällt man zwischendurch mal ins Wasser, ist das auch kein großes Problem, hat man doch einen sonnigen Ort zum Trockenwerden und Sonnen bereits mitgebracht. Vielerorts werden die SUPs auch als privater Sonnenplatz am See genützt.

Erfunden wurde das Stand-up-Paddling (SUP) natürlich in der Heimat des Surfens, auf Hawaii. Die Surflehrer, die ihre Schüler möglichst gut im Blick behalten wollten, standen auf ihren Boards und gaben ihnen Instruktionen. Um gegen die Wellen und die Strömung anzukommen, bewegten sie das Board mit dem langen Paddel im Wasser.
Die Idee dazu hatte Hannes Haitzinger, der als Pionier mit seinem Board den Attersee erkundete und diese leichte Art des Wasserpaddelns auch Urlaubern und Gästen nicht vorenthalten wollte. Die Familie Haitzinger ist in Attersee für ihre Qualität im Bootsbau eine Institution – so war klar, dass dieser Trend nicht an ihr vorbeigehen konnte.
Als SUP-Fahrer benötigt man zwar keinen Führerschein oder eine Ausbildung, dennoch ist jeder Teilnehmer am Wasser auch ein Wasserverkehrsteilnehmer, für den bestimmte Regeln gelten. SUPler werden als Treibgut eingestuft, das heißt, motorisierte Boote und Segler müssen beim Ausweichen aktiv Abstand halten. Bitte beachtet auch, dass man mit dem SUP nicht überall einfach durchfahren darf. Es gibt immer wieder sehr gefährliche Situationen an den Anlegestellen der Linienfähren oder bei den Wasserschifffahrtsschulen. Oftmals ist dort auch ein entsprechendes Schild aufgestellt, damit es nicht übersehen wird. Es ist gefährlich, darum gilt auch hier: Bitte nicht das Hirn ausschalten, wenn du es noch länger benutzen möchtest.


